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Maren Voermans ist Schlagzeugerin, Musikpädagogin und Auftrittstrainerin. Mit ihrem Schlagzeugduo „Schlagwerk Voermans“ gibt sie Schlagzeugkonzerte, komponiert eigene Musik und Musiktheaterstücke. Als Auftrittstrainerin unterstützt sie Musiker*innen dabei, auf der Bühne ihre Bestleistung abzurufen und ihr Publikum zu begeistern.

Carnegie Hall oder Fußgängerzone

Wenn ich mich als Musikerin selbständig mache, gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Entweder werde ich entdeckt, bekomme eine Managerin, die sich Tag und Nacht um mich um meine Karriere kümmert, stehe auf den größten Bühnen der Welt und die Fans reisen scharenweise zu meinen Konzerten an.
  • Oder, zweite Möglichkeit: mich erreicht ab zu eine Anfrage für Hintergrundmusik bei einer drittklassigen Firmenfeier, ansonsten musiziere ich mit aufgestelltem Hut in der Fußgängerzone.

Das waren bis vor ein paar Jahren in etwa meine Vorstellung von Selbständigkeit im Musikbusiness.

Maren Voermans wagt den Schritt in die Selbstständigkeit als Musikerin

Dass ich zu dem einen Prozent aller Musikerinnen und Musiker gehören würde, die entdeckt und unter Vertrag genommen werden, erschien mir eher unwahrscheinlich. Also, klare Sache: Ich habe ein Leben als selbständige Musikerin niemals in Erwägung gezogen.

Statt Fußgängerzone lieber Festanstellung an einer Musikschule – Unterrichten ist ja auch ganz nett. Zwar stehe ich dann nur selten selbst auf der Bühne, habe wenig Zeit zu üben und neben der Lehrtätigkeit professionell Musik zu machen, aber dafür:

regelmäßiges Gehalt,

Sozialversicherung,

Rente.

Sicherheit.

Musik?! – Mit Sicherheit!

Ich bin schon immer Musikerin. Mit fünf Jahren habe ich den ersten Geigenunterricht bekommen, mit zwölf kam Klavier dazu, üben gehörte zu meinem Alltag und dass ich beruflich auch Musik machen würde, stand schnell fest. Weil ich mir aus oben genannten Gründen nur eine Festanstellung vorstellen konnte, wurde ich Musiklehrerin. Obwohl ich mir nach meinem Musikpädagogikstudium den Traum eines künstlerischen Studiums im klassischen Schlagwerk erfüllte, ein Schlagzeugstudium am Konservatorium abschloss. Aber als Freiberuflerin ausschließlich von der Musik leben? Viel zu unsicher!

Neue Prioritäten

Was ist wirklich wichtig im Leben?
Welche Werte möchte ich meinen Kindern vermitteln?
Was möchte ich meinen Kindern vorleben?

Mit meinen drei Wunschkindern kamen neue Einsichten. Ich wollte die wenige Zeit, die mir neben meiner Mutterrolle blieb, mit Inhalten füllen, die mir wirklich wichtig sind. Und das sind eben doch nicht der Gehaltscheck oder der Rentenbescheid, sondern: Musik.

Es gibt etwas zwischen Carnegie Hall und Fußgängerzone

Um mein Bild von der Selbständigkeit in der Musikbranche zu überdenken, suchte ich mir eine Mentorin und eine Gruppe Gleichgesinnter. Mit Hilfe des Mentoring-Programms fand ich heraus, wie man ein profitables Business in der Musikbranche aufbauen kann. Mittlerweile weiß ich,

  • wie ich selbst booke und promote, um auf großen Bühnen zu stehen.
  • wie ich zu meinen eigenen Bedingungen Auftrittstrainings anbiete und online-Angebote kreiere.

Dabei kamen mir einige Eigenschaften und Arbeitsweisen sehr zu Gute, die zu meinem Alltag als Musikerin schon lange dazugehören:

🎵 Disziplin und Zeit.

Es ist ein Marathon, kein Sprint. Ein Instrument zu lernen dauert Jahre. Auch der Aufbau einer Selbständigkeit geht nicht von heute auf morgen. Die Werte definieren, auf denen das Unternehmen beruht. Die Ziele formulieren, die man erreichen will. Das Publikum, das man ansprechen will. Das alles muss mit Bedacht überlegt und nach und nach aufgebaut werden.

🎵 Fokus.

Beim Üben eines Musikinstrumentes gilt: immer nur eine Sache auf einmal üben. Wenn ich versuche, auf zehn Dinge gleichzeitig zu achten, wird es Katzenmusik – dann gelingt nichts. Wenn ich die Aufmerksamkeit aber bewusst auf einen Aspekt lege, komme ich schnell voran. Gleiches gilt für die Selbständigkeit: wenn ich alles auf einmal erledigen will, gelingt nichts richtig und ich fühle mich gestresst. Fokussiert eine Sache nach der anderen abarbeiten führt zu Ergebnissen. Eine großartige Möglichkeit, den Fokus zu halten, ist das Übetagebuch. Ich schreibe mir vor dem Üben auf, was ich erreichen möchte, erstelle eine Liste zum Abhaken. Solche Tools gibt es natürlich auch für Unternehmerinnen: bei Johanna gibt es z. B. eine großartige Vorlage für ein Trello-Board für mehr Fokus und Übersicht.

🎵 Körperbewusstsein.

Ich übe nicht nur mit den Fingern, nicht nur mit den Armen. Für einen schönen, freien Klang, ist auch der Atem essentiell, ist wichtig, wie die Füße auf dem Boden stehen, wie frei die Handgelenke sind… Vor dem Üben wärme ich meinen Körper auf, mache ausreichend Pausen, beim Musizieren denke ich meinen Körper mit. Diese Bewusstsein brauche ich auch für die Arbeiten an meiner Selbständigkeit, am Computer zum Beispiel. Sich immer Zeit nehmen, auf den Atem zu achten, wie sich der Körper anfühlt, ausreichend Pausen und Bewegung einlegen – essentiell!

🎵 Den inneren Kritiker zu Wort kommen lassen.

Für Musiker ist er ein ständiger Begleiter: der Nörgler, der jeden Ton kritisiert, der mich schlecht macht, ständig Vergleiche mit anderen anführt und mich davon überzeugen will, dass ich es niemals zu etwas bringen werde. Aber nicht nur Musikerinnen und Musiker kennen den inneren Kritiker, den Miesmacher in unserem Kopf. Auch beim Aufbau einer Selbständigkeit funken ständig negative Gedanken dazwischen und anstatt fokussiert die nächsten Schritte Richtung Selbständigkeit zu gehen, hadern wir, zögern, zweifeln.

Je mehr man versucht, den Kritiker zu ignorieren, desto lauter wird er. Deshalb empfehle ich, ihn ernst zu nehmen und zu Wort kommen zu lassen. Aber nicht ständig und in unpassenden Situationen, sondern zu festgelegten Zeiten. Eine Verabredung mit dem inneren Kritiker (um es geselliger zu machen, kann man ihm oder ihr auch einen Namen geben) könnte so lauten: „Ich schreibe jetzt dieses Angebot zu Ende, danach hast du Zeit, mir deine Bedenken zu schildern.“ Also erst: Fokus, schreiben. Dann: dem Kritiker aufmerksam zuhören. Denn wenn wir die Bedenken, die wir in uns tragen, wirklich ernst nehmen, verlieren sie meist auch ihren Schrecken. Wir können sie nüchtern betrachten.

Auf diese Weise kann ich meinen inneren Kritiker (er heißt übrigens Ludwig) immer beruhigen, wenn er fürchtet, dass ich als alte, Tamburin spielende Frau in der Fußgängerzone enden werde. Wenn ich Ludwig erzähle, dass ich durch die Selbständigkeit mittlerweile genauso viel verdiene wie durch die Festanstellung, aber viel freier und glücklicher bin, gibt er mir sogar recht damit, dass es eine sehr gute Entscheidung war, in die Selbständigkeit zu starten.

Deine

Maren

 P.S.: Schau doch mal auf meiner Website vorbei!

Lessons learned:

  1. Welche Werte sind dir wichtig? Finde heraus, was dir für dein Leben und dein Business wirklich wichtig ist.

  2. Umgib dich mit Leuten, die ähnliche Werte haben, die dich inspirieren und unterstützen können. Baue dir ein gutes Netzwerk auf.

  3. Musik an und tanzen! Verbissen und grübelnd vor dem Computer sitzen bringt dich nicht weiter. Plane Pausen zum Bewegen und Reflektieren ein.

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Bilder:

1+2) Yan Rezano

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